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Wildpflanzenrezepte

 

Große Brennessel im MärzGiersch oder Geißfuß im MärzLöwenzahn im März

Wildkräuter und Wildsalate werden nicht gedüngt und nicht mit Pflanzenschutzmitteln gespritzt - das ist "Bio"-Qualität von Natur aus. Vergleichende Untersuchungen haben gezeigt, dass ihr Nährwert meist über dem der Kulturpflanzen liegt: sie enthalten durchschnittlich 7,3% weniger Wasser, aber mehr Mineralstoffe und Vitamine.

Die oben abgebildeten drei "Allerwelts-Wild-Pflanzen" Brennnessel, Giersch und Löwenzahn haben zum Beispiel im Vergleich zu den Kulturpflanzen Chinakohl, Kopfsalat und Spinat folgende Gehalte pro 100g:

Art Wasser (%) K (mg) P (mg) Mg (mg) Ca (mg) Fe (mg) Vitamin C Provitamin A *)
Chinakohl 95,4 202 30 11 40 0,6 36 13
Kopfsalat 95,0 224 33 11 37 1,1 13 130
Spinat 91,6 633 55 58 126 4,1 52 700
Brennnessel 84,8 410 105 71 630 7,8 333 740
Giersch 87,2 510 88 67 230 4,3 201 684
Löwenzahn 89,9 590 68 23 50 1,2 115 384

*) in Mikrogramm Retinoläquivalenten pro 100 g essbarem Anteil 
(Quelle: Wildgemüse: AID-Verbraucherdienst 1989, Wildpflanzen: Franke u.a. 1981, Dümmer 1984 u.a., Kulturpflanzen: Souci u.a. 1986/87)

Viele Wildpflanzen haben heilende Wirkung, sie in der Küche zu verwenden, war noch zur Zeit unserer Großeltern bekannte und leckere Koch- und Gesundheitspraxis: Fliederbeersuppe gegen Erkältung, Löwenzahnsalat bei zu fettem Essen und "Dill-Kauen" gegen Schluckauf. Aber auch in Quark oder Frischkäse eingerührt, als frische Kräutermischung zu Suppen oder eingebacken in Pfannkuchen schmecken unsere heimischen Kräuter.

Sammeln Sie nur, was Sie wirklich eindeutig kennen und nicht dem Naturschutz unterliegt, sammeln Sie nicht in Naturschutzgebieten. Eine Vielzahl von Bestimmungsbüchern, z. T. auch mit Rezepten und Hinweisen zu Sammelorten und -zeiten, erleichtert Ihnen das Erkennen weiterer Pflanzen oder besuchen Sie den Apothekergarten in Planten un Blomen und lernen dort bei einer der Führungen unsere Wildpflanzen kennen. Meiden Sie Straßenränder, Hundespazierwege, gespritzte Ackerflächen und private Grundstücke.  Sammeln Sie locker in luftige Körbe, nicht in Plastiktüten und nur so viel, wie Sie tatsächlich frisch verbrauchen werden, nehmen Sie Rücksicht auf die Natur.

Hier sind zum "Appetit anregen" vier "Allerwelts-Pflanzen"-Rezepte.